Teutonias Glanzzeit – Mit freundlicher Unterstützung von Lothar Nold –
Die besten Jahre von Teutonia Großenlüder begannen 1960 mit dem Aufstieg in die II. Amateurliga, der damaligen vierten Spielklasse. Diese sollte aber schon nach wenigen Jahren – nämlich nach Einführung der Fußball-Bundesliga – reformiert werden – mit dem Ziel, die Vereine dieser Klasse hessenweit auf 48 (in drei Staffeln: Nord, Mitte und Süd) zu reduzieren und damit ihre Leistungsstärke erheblich zu verbessern. So kam es, dass sich in der Saison 1964/65 nur die fünf bzw. sechs besten Teams der II. Amateurligen für die neue vierte Liga qualifizieren konnten. – Eine hohe Hürde, aber Teutonia übersprang sie. Für einen Dorfverein war das nun bevorstehende „Abenteuer“ zweifellos verbunden mit noch stärkeren Gegnern, weiteren Fahrten und höheren finanziellen Belastungen. Aber der Verein ließ sich nicht entmutigen.
Gute Kameradschaft (unvergessen die gemeinsamen „Brotzeiten“ auf den unterschiedlichsten Autobahnparkplätzen und die „Ausklänge“ in der Vereinsgaststätte), hervorragende Vereins- und Mannschaftsführung und eine treue Anhängerschaft ließen gelingen, was viele vorher nicht für möglich gehalten hätten….
Der Startschuss für diese neue Spielklasse, man nannte sie „Gruppenliga“ (nicht zu verwechseln mit der heutigen siebtklassigen Liga gleichen Namens), erfolgte am 15.08.1965 und jährte sich somit in 2025 schon zum 60. Mal. Teutonia startete zunächst in der Gruppenliga Mitte, wurde später dann aber der Nordstaffel zugeteilt. – Natürlich hingen jetzt die Früchte höher. So konnte in dieser ersten Saison der Abstieg nur durch ein (legendäres) Entscheidungspiel in Grünberg gegen Burgsolms vermieden werden. Und 1973 musste man gar für ein Jahr eine Klasse tiefer antreten. Trotzdem gab es auch in dieser Zeit Erfolge zu feiern wie z. B. den Gewinn des Bezirkspokals in 1970. Den absoluten Höhepunkt stellte jedoch die Herbstmeisterschaft 1968 in der Gruppenliga Nord dar. Leider sollte es am Ende nicht für die Meisterschaft und den Aufstieg in die damalige Hessenliga reichen. Aber alles im allem darf man rückblickend feststellen, dass der Verein durchaus mit Stolz auf insgesamt 15 Jahre Viertklassigkeit (1960-76) zurückschauen kann.
(Vgl. 1. Sportverein Teutonia 08 e. V. Großenlüder (Hrsg.), „Unsere Geschichte. 110 Jahre. 1908 – 2018“, S.42ff.)
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