Die Schnepfenkapelle


Die Schnepfenkapelle

Die barocke Schnepfenkapelle ist ein kleines katholisches Gotteshaus oberhalb von Bimbach in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Körbelshütte“, einem heutzutage beliebten Ausflugsziel. Sie liegt direkt an der „Bonifatiusroute“ bzw. einem Zubringer des „Jakobsweges“ und an der „Antsanvia“, einem alten Höhenweg, der zu Handelszwecken die Städte Mainz und Eisenach miteinander verband. Ihr offizieller Name lautet „Wallfahrtskapelle zur Schmerzhaften Mutter“.
Im Jahr 1775 wurde sie von dem auf dem „Schnepfenhof“ ansässigen Bauern gestiftet. Auf weitere Einzelheiten soll hier nicht eingegangen werden – mit Blick auf die Entstehungslegende allerdings mit einer Ausnahme: Den Altar krönt nämlich laut Wikipedia ein Altarauszug mit einer Pieta (Gnadenbild, Leidensbild der Mutter Gottes). Es ist eine Kopie des Gnadenbildes aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts, dessen Original sich im Großenlüderer Heimatmuseum befindet. Gemäß der Legende soll ein Schäfer das Gnadenbild nämlich unter einem Wachholderbusch gefunden haben. Im Traum beauftragte ihn die Gottesmutter zudem, an der Fundstelle eine Kapelle erbauen zu lassen. Nach Absprache mit dem Pfarrer hängte man die Pieta indes – aus praktischen Erwägungen heraus – auf halbem Wege zum Ort an einen Baum. Der Pfarrer wollte es schließlich nicht zu weit haben. Am nächsten Tag lag sie jedoch wieder an der ursprünglichen Fundstelle. Und dies geschah dreimal, bis man sich geschlagen gab und die Kapelle an der vorbestimmten Stelle erbaute.
Eine zweite Entstehungslegende berichtet von einem Teilnehmer einer Schnepfenjagd, der die Jagdgesellschaft aus den Augen verloren und sich mit zunehmender Dunkelheit im Sumpfgebiet am Oberlauf des Bimbaches verirrt hatte. Als er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, habe er ein Gelübde abgelegt, nach dem er zum Dank eine Kapelle errichten lassen wollte, wenn er durch die Fürbitte Mariens gerettet werden sollte…

Großenlüder in Vergangenheit und Gegenwart
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