Die Attila-Sage – Frei nach Willy Horas –
Um das Leben und Sterben des berühmten Hunnenkönigs Attila ranken sich bekanntermaßen unzählige Geschichten. Angeblich soll er im Jahre 453 in der Hochzeitsnacht mit Ildico, der letzten seiner vielen Frauen, gestorben sein. Die genaueren Umstände und auch der Ort seines Todes bleiben indes im Dunkel der Geschichte verborgen.
Wenn unsere Gegend auch etwas abseits von Attilas üblichen Pfaden gelegen haben mag, so hat sich die Sage hartnäckig gehalten, nach der der Hunnenführer mit seinen Reiterscharen nicht nur ins Fuldaer Land eingedrungen, sondern hier auch tatsächlich gestorben sein soll. Genauer gesagt soll ihn der Tod gar in der Nähe von Bimbach ereilt haben. Der Sage nach sollen zwei treue Gefolgsmänner – und zwar unter strengster Geheimhaltung – den Leichnam des Alleinherrschers der Hunnen in einem goldenen Sarg, ummantelt von einem eisernen Kasten, auf dem Bimbacher Gemeindegebiet beigesetzt haben. Zudem sollen sie, wie bei den Hunnen üblich, dem König alle seine Schätze auf seinen letzten Weg mitgegeben haben.
Nach der Beisetzung wurden die beiden Getreuen unmittelbar nach ihrer Rückkehr zum Hunnen-Heer getötet. Die letzte Ruhestätte des heldenhaften Königs sollte schließlich für alle Zeiten ein Geheimnis bleiben.
Einige Einheimische glaub(t)en jedoch zu wissen, wo sich das Königsgrab befindet: nämlich zwischen den beiden Heideküppeln im Bett des Kolbaches. Von intensiver Schatzsuche oder gar von kostbaren Funden ist allerdings nie etwas bekannt geworden…
(Quellen: Willy Horas, „Die Attila-Sage“ in: Lorenz Uebelacker, „Bimbach: Dorfchronik und Heimatbuch“, S. 267; Wikipedia.)
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