Der Heilige Nikolaus war es …
Nach den Erinnerungen von Martin Reinhardt, Sigi Menz und Tom Reinhard
In den 1990er Jahren, als die Kinder von Marion und Martin Reinhardt noch klein waren, war es natürlich „Pflicht“, dass am 6. Dez. ein Besuch des Heiligen Nikolaus organisiert werden musste.
Aber wozu hat man Freunde? Kein Problem also. – Üblicherweise schlüpfte Tom R. in das traditionelle Kostüm und damit in die Rolle des mildtätigen Bischofs. So auch im Jahr 1997. Dieses Mal sollte aber den Freunden im Nachklang noch ein denkwürdiges Erlebnis beschert werden. – Und das kam so:
Der „hohe“ Besuch bei den Kindern war abgelaufen wie jedes Jahr. Aber danach stand noch für die Großenlüderer Freundschaftclique eine Geburtstagsfeier in Fulda an. Das Auto wurde vollgeladen und Tom, der ebenfalls in Fulda wohnte und sich in seiner Wohnung noch schnell umziehen wollte, setzte sich in voller Montur auf den Beifahrersitz. Kaum auf Höhe des Cafe´ Odenwalds bemerkten sie im Straßengraben ein Moped samt Fahrer. Es stellte sich heraus, dass der vom Unfall benommene und hoffnungslos betrunkene Fahrer aus Bimbach stammte. Da sie ihn nicht liegenlassen konnten, beschlossen sie kurzerhand, ihn nach Hause zu fahren. Allerdings blieb ihm nur der Platz auf dem Schoß des „Nikolaus“. Für die kurze Strecke jedoch sollte es gehen. Zu zweit bugsierten sie ihn also auf seinen exklusiven Sitz. Bis dahin hatte der Betrunkene kein Wort mehr gesprochen und die Augen fest geschlossen gehalten. Jetzt drehte er sich plötzlich um, riss die Augen auf und fragte mit schwerer Zunge: „Bin ich schon im Himmel?“ Und nachdem Tom mit tiefer Stimme verneint hatte, wollte er von diesem wissen, wer er denn sei. „Ja erkennst du mich denn nicht, mein Sohn? Ich bin der Heilige Nikolaus.“ – „Oh!“, war da die einzige Reaktion, die der Unfallfahrer noch zustande brachte. „Sag mir bitte, wo du wohnst!“, forderte der Nikolaus ihn nun auf. Die Antwort war kaum zu verstehen, aber die angegebene Adresse sollte sich als richtig erweisen. Zwei der Freunde gaben ihn an der Haustür ab. Zurück im Auto konnten sie sich vor Lachen kaum halten, als sie erzählten, dass ihr Schützling von seiner besseren Hälfte mit Vorwürfen überhäuft worden sei, ohne groß zu reagieren. Aber auf die Frage „Wer hat dich denn heimgefahren?“ habe er geantwortet: „Der Heilige Nikolaus.“
Großenlüder in Vergangenheit und Gegenwart
Unterstützen Sie uns bitte bei unserer Arbeit! Alte Fotos und Geschichten sind wichtige Zeitzeugnisse.
Stellen Sie deshalb Ihre alten Bilder zur Verfügung und erzählen Sie uns Ihre Geschichte(n)!
Ihr Eigentum bekommen Sie selbstverständlich wieder wohlbehalten zurück.
Kultur,- Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Großenlüder e.V.
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, der wende sich bitte an
Thomas Mohr, Tel. 8544, thmohr@online.de, Michael Michel, Tel. 8848
Helmut Völlinger, Tel. 8293, Andreas Ruhl, Tel 620110, andreasruhl@gmx.net
Oder jeden Montag von 10 bis 12 Uhr im Heimatmuseum, Tel. 9110350









