Das Sühnekreuz auf dem Atzmannstein


Das Sühnekreuz auf dem Atzmannstein

Oberhalb von Uffhausen, auf dem Plateau des Atzmannsteins, gibt es ein Gebiet, welches von Einheimischen z. T. heute noch der „wilde Jäger“ gegenannt wird. Vor langer Zeit schon wurde das Waldstück übrigens von einem niedrigen, grob zugehauenen Steinkreuz gekennzeichnet.
Der Sage nach hauste „in alten Zeiten“ tatsächlich ein berüchtigter Wilderer in dieser Gegend. Von den Dörflern rundum, von Müs bis Kleinlüder, wurde er nur der „wilde Jäger“ genannt. Er war ein unheimlicher Gesell, der vor niemandem Angst hatte, auch nicht vor den Wildhütern des Fürstabts zu Fulda. – Im Gegenteil, der Wilderer hatte ihnen viele Jahre lang nicht nur das beste Wild weggeschossen, sondern auch schon manchen Wildhüter erledigt, der ihm auf die Spur gekommen war.
Eines Tages aber war es dann doch so weit, denn der Fürstabt wollte sich das nicht gefallen lassen. Eine Übermacht an Wildhütern hatte den „wilden Jäger“ gestellt und gezielt niedergestreckt. Sein Leichnam wurde ohne den Segen eines Großenlüder Priesters in einem namenlosen Grab verscharrt. Lediglich das oben erwähnte, schmucklose Steinkreuz sollte seine Grabstätte markieren.
„Heute noch geht der „wilde Jäger“ am Atzmannstein um. In Sturmnächten hört man [immer noch] hoch in den Lüften den hellen Ton des Jagdhorns und das heisere Blaffen der Hunde.“ (Paul Schlitzer (Hrsg.): „Lebendiges Erbe. Sagen aus Rhön und Vogelsberg“, S. 97f.)

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